Dem Abgrund entrinnen
Hej!
Hier gibt es eine neue Buchkritik von mir. Dieses Mal: “Böses Erwachen” von Michael Thiel.
Böses Erwachen stellt den Start des Schattenwacht-Zyklus dar und entführt den Leser in die Welt der Erben von Theb Nor.
Aus dem Klapptext:
Eine brisante gemischte Gruppe von Abenteurern macht sich auf, den stets mächtiger werdenden Chimäriern zu widerstehn. Die Mischwesen aus Drachen- und Menschblut schienen unausweichlich die gesamte bekannte Welt zu unterjochen. Unterstützt von kampferprobten Gefährten und hadernden Halbgöttern, nimmt die junge und unerfahrene Halbelfin Laura die Herausforderung der dunklen Übermachte an.
Worum geht’s?
Das Buch beginnt am Lagerfeuer. Hier trifft eine alte Kämpferin auf einen Freund und beginnt ihre Geschichte zu erzählen. Die Geschichte beginnt mit dem Jungen Melek, der einen Schatz findet. Szenenwechsel: Der Mensch Taran der Glaubensgemeinschaft Bruder Mond ist die Fänge der Chimärier geraten. Im Kerker der Arena lernt er den Jungen Melek kennen und den Tigermenschen Sirrg.
Wieder ein Szenenwechsel: Die Nachtelfin Jade besucht ihren alten Freund, den Gnom Athónons als die geheimnisvolle Méra in den Dorf auftaucht. Vor einer langen Zeit haben alle drei zusammen gegen das Böse gekämpft. Jetzt scheint das Böse wieder nahe zu sein. Méra, die sich als Halbgötting offenbart drängt darauf die vier Könige zu vereinen und gegen das Böse vorzugehen.
Jades Tochter, die Halbelfin Laura, voller Träumereien über Abenteuer will ihrem Leben im Elfendorf entkommen und sich der Gruppe anschließen. Sie will nicht mehr als “Halbelfin” gesehen werden, sondern als jemand, auf den man stolz sein kann. Ihre Träume platzten schnell, doch davon lässt sie sich nicht abhalten…
Wow-Effekt
Auf einer Lesung von Christoph Haderbusch sagte dieser, dass man auch einfach beschreiben kann, der Schmied haut mit dem Hammer auf das Metall. Viel besser wäre es aber, wenn man dem Leser eins werden lässt mit dem Schmied und ihn ein wenig an der Kunst des Schmieden teilhaben lässt.
Michael Thiel, langjähriger Kämpfer in den verschiedensten Kampfsportarten, schafft das grandios. Seine nicht wenig vorkommenden Kämpfe Mann gegen Mann bzw. Halbelfin sind so detailiert und einfühlend beschrieben, dass man als Leser gar nicht darum herum kommt, mitten im Geschehen zu sein.
Hinzu kommt noch die detailreiche, aber nicht ausufernde, Beschreibung der Personen und Landschaft.
Den Spannungsbogen hält Michael Thiel konsequent hoch. Mit abrupten Szenenwechsel und unglaublich vielen Charakteren schafft er es den Leser zu fessel. Die Abschnitte sind nicht zu lang und nicht zu kurz, man behält also trotz vieler Schauplätze stets den Überblick.
Die Geschichte entstand aus einer Rollenspiel-Idee heraus und verspricht, insbesondere nach dem schellen Ende, spannend weiter zu gehen.
Auch wenn die Geschichte ein wenig an Herr der Ringe erinnert (Leute retten die Welt und ziehen durch das Land) habe ich das bisher im Buch noch nicht gemerkt. Es hat eine Menge Spaß gemacht, dass Buch zu lesen: Vorsicht beim Bahnfahren: Der Ausstiegsbahnhof kommt schneller als man denkt
Wie es weitergeht
Böses Erwachen ist der erste Teil einer 6-teiligen Reihe. Bis her sind Band 1 und 2 erschienen. Hier die kommenden Titel:
- Band 2: Preis der Unsterblichkeit
- Band 3: Spiel mit dem Feuer
- Band 4: Sühne der Könige
- Band 5: Sturz eines Gottes
- Band 6: Ende der Nacht
Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde jetzt Band 2 verschlingen
Weitere Informationen
Titel: Böses Erwachen
Autor: Michael Thiel
ISBN: 3940928003
Verlag: Scratch Verlag, Hamburg
Preis: 9,95 € (D)
Art: Taschenbuch
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Tags: Böses Erwachen, Buchkritik, Michael Thiel, Schattenwacht
16. Januar 2010 at 17:55
Holla!
Also es klingt auf jeden Fall interessant…aber alle haben so ausgefallene Namen und dann Halbelfin Laura?! o______O …also der Name ist allein schon ein Absturz…^^”"
…aber sobald ich mal wieder bei dir einfalle, les ich einfach mal in Teil 1 rein! *g* XD *ist ja immer neugierig* …obwohl ich für die nächsten zehn Jahre Lesestoff habe, nachdem meine Mum endlich mal den Speicher entrümpelt hat! ^^”
So, ich sehe jetzt mal meinem Feierabend entgegen…
Mata ne
Sal
16. Januar 2010 at 18:02
Der Name Laura hat mit Sicherheit was mit ihrem Vater zu tun. Sie wurde während einer Schlacht gezeugt. Nähres dazu im Buch. Der Vater spielt bestimmt noch eine Rolle. Nichts genaues weiß man nicht
16. Januar 2010 at 18:04
…während einer Schlacht gezeugt?! O____o …muss ich das jetzt wörtlich nehmen?!
…und deinen letzten Satz versteh ich nicht…weder besoffen, noch nüchtern, noch mit Hirn an oder aus….?!
18. Januar 2010 at 08:10
Benni drückt sich eben nicht immer so richtig klar verständlich aus. Wissen wir doch alle.
Das Buch ist aber in jedem Falle interessant. Ich habe es gelesen und auch den 2. Band des Zykluses schon zu Hause liegen
18. Januar 2010 at 08:20
Sehr komisch.
Also Sal: Laura wurde unter noch nicht näher definierten Umständen in der Unterwelt gezeugt. Eins ist sicher, ihr Vater ist kein Elf. Es ist unklar ob er ein Mensch oder Dämon ist. Zudem tendiert alles in die Richtung, dass Jade nicht unbedingt freiwillig mit der Person X geschlafen hat.
Aus diesem Grund vermute ich, dass Lauras Vater noch eine Rolle spielen wird. Es gibt ja noch 5 Bände.
19. Januar 2010 at 12:32
Die Unfreiwilligkeit des “Aktes” war leider auch mein erster Gedanke, weil was machen wilde Krieger/Söldner/Landsknechte/ähnliche Soldaten, die nicht demokratisch geführt werden…?
Wenn das ganze Buch aus eienr RP-Idee entsprungen ist, sollte ich mir das mal zu Gemüte führen.^^