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Der Winterkönig

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Hey,

lange Winterabende stehen an, Zeit, sich ein spannendes Buch zu schnappen. Dieses Mal was historisches. Das neue Buch Der Winterkönig von befasst sich mit dem Dreißigjährigen und ist der Auftakt einer ganzen Reihe rund um die grausame Zeit im Mittelalter.

Aus dem Klapptext

Wie durch ein Wunder überlebt der Sekretär Philipp Fabricus zusammen mit zwei Statthaltern den gemeinsamen Fenstersturz aus der Prager Burg. Philipp macht sich schwer verletzt auf den Weg nach Wien um den Kaiser über die protestantischen Aufstände zu informieren. Mit Hilfe der schönen Magdalena erreicht seine Botschaft die Residenzstadt, doch die Lage zwischen Katholiken und Protestanten spitzt sich weiter zu und Philipp gerät ins Visier der gegnerischen Parteien.

Der Krieg lässt sich nicht mehr aufhalten.

Währenddessen tritt in Pilsen der Schmied Hermann den kaiserlichen Truppen bei. Als Söldner in Tillys Armee begeht und erleidet er die Schrecken des Krieges. Die Chronik eines jungen Schreibers in Wien dokumentiert die Gräuel.

Worum geht’s?

Die Protagonisten des Buches sind der Prager Sekretär Philipp Fabricus, der kaiserliche Schreiber Anton Serger und der Schmied Hermann Scheidt. Durch die verschieden Sichtweisen gelingt ein sehr gutes Bild auf die Geschehnisse. Mit Hermann erlebt der Leser, wie sich ein junger Schmied Ruhm und Ehre erhofft um dann am Ende vor der grausamen Wahrheit zustehen. Man erlebt, wie Philipp versucht den Krieg aufzuhalten und selbst zwischen die Fronten gerät und wie Anton den Krieg nüchtern protokolliert.

Zwischen all diesen Punkten passiert aber noch viel mehr. So gibt es Intrigen und Geheimnisse, die jeder Charakter mit sich herum trägt und bewältigen muss. Natürlich kommt auch in der dunklen Zeit des Kriegs die Liebe nicht zu kurz.

Das Drumherum

Zeitlich spielt die Geschichte zwischen den Jahren 1618 und 1621. Immer, wenn es passt, werden Original-Chronik-Mitschriften an die Kapitelanfänge gestellt. Diese helfen dem Leser, sich in der Geschichte zurecht zu finden.

Die Beschreibung der Schauplätze und der Personen gelingt Olbrich sehr gut. Es fällt sehr leicht, sich alles vorzustellen. Die Nebenschauplätze, zum Beispiel Antons Probleme mit der Magd Vroni lockern die Geschichte auf, fügen sich dennoch sehr gut in die Gesamtgeschichte ein.

Zwischenmenschliche Beziehungen kommen in der Story ebenfalls nicht zu kurz. Es gelingt, auch Nebenfiguren den nötigen Raum zu geben und somit mehr Authentizität in die Geschichte zu bringen.

Fazit

Jörg Olbrichs erster kann sich sehen lassen. Die Fakten sind super recherchiert und viele Figuren basieren auf echten Menschen. Teile der Geschichte wurden zwar frei erfunden, doch dieser Zustand fällt beim Lesen nicht auf. Die Geschichte ist permanent spannend und durch die unterschiedlichen Protagonisten erlebt der Leser den Krieg gleich mehrfach. Man erlebt, wie die einfachen Menschen litten, während es den reichen noch ganz gut ging.

Es ist dem Autor gelungen, den Schrecken sehr deutlich zu vermitteln. Daher ist das Buch nichts für schwache Gemüter.

Die vielen Grafen, Feldherren und Schlachtplätze verwirren ein wenig. Auf der Umschlagseite des Buches ist zwar eine Karte mit den wichtigsten Schlachten untergebracht, allerdings ist diese durch den schwarz-weiß-Druck sehr schlecht lesbar. Ich vermisse am Ende des Buches eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Personen und Ereignisse.

Viel Spaß beim Lesen!

Sonstiges

Titel: Der Winterkönig. Geschichten des Dreißigjährigen Krieges
Autor: Jörg Olbrich
ISBN: 3862825280
Verlag: 3862825280
Art: Taschenbuch
Preis: 16 €

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Autor: Benni

Hallo, ich bin Benni und ich blogge hier über verschiedene Themen. Sehr gerne z.B. über Tipps und meine Hobbys außerhalb des Netztes. Wenn euch die Seite gefällt, lasst doch einen Kommentar da :-)

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