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Verkehrsführung mal anders

Allgemeines zum Reiseland Italien (Rundreise Teil 2)

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Toskana

Hey,

und weiter geht der -Bericht. Der heutige Teil betrifft allgemeine Informationen zum Reiseland. Sie basieren auf Erfahrungen, die wir vor Ort gesammelt haben. Im nächsten Bericht geht es dann los mit den Berichten zu den Stationen 🙂

Auto fahren

Allgemein sollte bekannt sein, dass in Italien anders gefahren wird als in Deutschland. Das wichtigste Mittel ist die Hupe (ich habe allerdings nur zwei Mal gehupt). Ansonsten sind die Regeln recht ähnlich der deutschen StVo.

Frühjahrsgewitter

Auf der Landstraße dürfen 100 km/h gefahren werden. Teilweise ist davon abzuraten, weil auch eine Schotterpiste eine Landstraße sein kann. Die Autobahn in Italien ist die Autostrada (Schildfarbe grün). Sie ist gebührenpflichtig (Maut) und hier sind 130 km/h (bei Regen 110 km/h) erlaubt. Die „Autobahn“ hat blaue Schilder und eine erlaubte Geschwindigkeit von 110 km/h.

Spurangaben in Italien sind relativ. Aus zwei Spuren können auch vier gemacht werden. Der Autofahrer ist da sehr flexibel. Zurückhaltendes Fahren wird zuweilen bestraft. Man kommt nicht voran. Ansonsten sollte man sich möglich rechts halten und immer mit allem rechnen. Vor allem mit Motorrollern.

Der Straßenzustand ist im Allgemeinen eher schlecht. Markierungen gibt es kaum. Vorsicht ist am Rand geboten: Oft geht es hier mehrere Zentimeter tief runter (10 – 50 cm sind keine Seltenheit).

Der parkt schon länger

Wird die Geschwindigkeit durch Schilder vorgegeben fehlt oft die Aufhebung. Ich habe mich immer am Rest orientiert. Wenn z.B. 60 km/h war und diverse LKW überholt haben, habe ich die Geschwindigkeit als aufgehoben angesehen.

Apropos Geschwindigkeit.
In Italien wird immer und überall geblitzt. Gefühlte alle drei Meter steht ein Hinweis auf einen Blitzer. Oft sind die Geräte selbst nicht zu sehen, aber die Hinweise stehen sichtbar am Straßenrand.

Italian traffic signs - preavviso di controllo velocità
von Gigillo83, derivato dall’immagine di Nicola Romani [CC BY-SA 3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Der angekündigte Blitzer allerdings ist manchmal dann nicht mehr da oder zugewachsen.
Neben der eigentlichen Geschwindigkeitsmessung Autovelox gibt es noch die Section Control. Hier wird die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer bestimmten Strecke gemessen.

Das Befahren von bestimmten Gebieten ist in Italien in den Städten nicht erlaubt. Die Bereiche sind als ZTL (Le zone a traffico limitato) gekennzeichnet. Die Bereiche sollten nicht befahren werden. Sie sind meist per Video überwacht und die Strafen sind empfindlich hoch.

In der Nähe von Sehenswürdigkeiten gibt es oft ausgeschilderte Parkplätze (gegen Gebühr).

Tanken

Das Auto hat irgendwann Bedürfnisse und benötigt Sprit.

Generell haben die Tankstellen auf dem Land Mittagspause und sind nicht 24h geöffnet. An einigen Tankstellen gibt es Tankautomaten. Diese erfordern eine gewisse Sprachkenntnis. Und Geduld. Oft gehen auch die deutschen Karten nicht. Ich hatte immer Probleme und habe immer die Tankstellen ausgesucht, die geöffnet hatten.

Tanken in Rom

Tanken in Italien ist sehr teuer. Und auf der Autobahn noch viel teurer. Dafür sind die Station hier oft 24 Stunden besetzt.

Auch die Sorte des Sprits stellt eine Herausforderung dar:

  • Gasolio oder Diesel => Diesel
  • Benzina, Senza plombo => Super Benzin ohne Blei

Maut

In Italien wird man als Autofahrer sehr oft zu Kasse gebeten. Beim kann man grob ermitteln, wie viel Mautgebühr anfällt. Für unsere Route hatte der Rechner ca. 110 € ermittelt. Im Endeffekt sind wir ein wenig anders gefahren, so dass wir für die zwei Wochen ca. 65 € an Maut gezahlt haben.

Wir hatten uns vorab die Viacard gekauft (nur noch in Italien zu kaufen). Die kann man so lange nutzen, wie Guthaben auf den Karten ist. Das war recht bequem. Die Nutzung von Kredit- und EC-Karten war jedoch auch ohne Probleme möglich.

Die Mautstationen sind weitgehend automatisch. Man fährt an den Automaten drückt den großen roten Knopf und das Ticket wird gedruckt. Dann fährt man weiter. Bei der Abfahrt führt man das Ticket ein und zahlt den angezeigten Betrag. Mit der Viacard (und anderen Karten) kann die blaue Spur genutzt werden. Die Telepass-Spur sollte man ohne Telepass meiden.

Das Wenden in der Station ist übrigens verboten :-).

Für die Brenner-Autobahn gibt es ein Video-System, genannt videomaut. Man registriert sich bei ASFINAG und zahlt die Anzahl der Fahrten. Per Kennzeichen wird das Auto an der Mautstation identifiziert und die Durchfahrt wird freigegeben. Hat prima geklappt und Zeit gespart.
Kostenpunkt: 17 €.

Für Österreich wird eine Vignette benötigt. Die Polizei in Österreich ist hier sehr genau. Bei der Rückfahrt wurden nach dem Brennerpass an der Grenze direkt Autos angehalten. Natürlich gibt es keine 14-Tage-Vignette, so dass man zwei mal die 10-Tages-Vignette erwerben muss (8,70 € beim ADAC).

Essen gehen

Wenn man in Italien Essen geht, zahlt man immer für das Gedeck extra. Die Preise und der Service ist unterschiedlich. Von einfachem Crissinis bis hin zum leckeren Brot mit Olivenöl wird einem alles geboten. Preislich liegt man bei 1 bis 3 Euro. Unbedingt vorher auf der Karte schauen.

Mittagessen

In einem Café kann man sparen, wenn man an der Bar steht. Auf der Karte werden daher immer zwei Preise angezeigt. Setzt man sich, wird es teurer.

In den Restaurants und Cafés gab es oft nur eine gemeinsame Toilette. Das berühmte Loch im Boden haben wir dagegen nie gehabt.

Mit Kartenzahlung hatten wir immer mal wieder Probleme. Oft gingen die Geräte nicht. Also sollte immer ein Bargeld-Backup dabei sein.

Fazit

Italien ist ein sehr schönes Land. Wir haben immer freundliche Menschen getroffen und auch wenn es mit der Sprache schwierig war (Englisch wird nicht überall gesprochen) haben wir doch immer unser Ziel erreichen können.

Meine größte Sorge war das Fahren in Italien, aber ich muss sagen, hier hatte ich wenig Probleme.

Das war jetzt der sehr allgemeine Teil. Bin gespannt, wie er euch gefallen hat. Als nächstes kommt der Bericht von Bozen.

Grüße
Benni

Hier geht es zum ersten Bericht: Italien – Die Rundreise – Vorbereitungen.

Autor: Benni

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