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VILM – Der Regenplanet

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VILM 01

VILM 01


Hey,

nach langer Zeit gibt es mal wieder eine Buchkritik von mir.
Im Moment liegt einiges an. Zum Beispiel der Umzug in die neue Wohnung (ich werde berichten) und die Hochzeit ist auch nicht mehr in allzu großer Entfernung…
Es bleibt also spannend und ich hoffe, es entschuldigt die lange Zeit zwischen den Nachrichten…

Doch jetzt zur Rezi…

Ihr beschwert euch über das Wetter am gestrigen Sonntag? Dann besucht mal den Regenplaneten VILM. Hier regnet es dauernd. Die Wolkenbrüche hören hier nur ganz selten auf…

Die Romane VILM – Der Regenplanet und VILM – Die Eingeborenen von Karsten Kruschel in der Buchkritik.

Vorgeschichte

VILM 02

VILM 02


Vor einiger Zeit wurde ich von Karsten Kruschel auf XING angeschrieben und auf seinen Roman aufmerksam gemacht. Mit dabei war ein Link zu einer Leseprobe. Überrascht über diese neue Form des Direkt-Marketings habe ich mir die Leseprobe angeschaut und war interessiert. Ein Planet auf dem es immer regnet und auf dem ein Schiff mit Siedlern notlandet.
Klingt gut.

Auf dem letzten BuCon in Dreieich habe ich Karsten Kruschel dann bei einer Lesung getroffen und mir seine beiden Bücher gekauft und signieren lassen. Jetzt habe ich sie gelesen.

Aus dem Klapptext – Der Regenplanet

Eigentlich hatten sich die Siedler an der Bord der Vilm van der Oosterbrijk das ganz anders vorgestellt. Doch anstatt sie wohlbehalten zu einer entfernten Kolonialwelt zu bringen, war der Weltenkreuzer auf einem namenlosen Planeten gekracht, auf dem es nur eins im Überfluss zu geben schien: Regen.
Die wenigen Überlebenden improvisieren zwischen Schrott und Schlamm eine Zivilisation, der nicht nur Kaffee fehlt.
Der Regenplanet scheint nur auf sie gewartet zu haben – allerdings nicht, um sich erobern zu lassen.

Aus dem Klapptext – Die Eingeborenen

So hatten sich das die Retter an Bord der Armorica nicht vorgestellt: Statt sich evakuieren zu lassen, fordern die Schiffsbrüchigen der Vilm van der Oosterbrijk, dass ihr Planet als unabhängige Welt anerkannt wird. Damit lösen sie eine diplomatische Krise aus, denn der wenig attraktive Regenplanet weckt unerklärliche Begehrlichkeiten: beim Flottenkommando auf Atibon Legba, der Goldenen Bruderschaft, den Päpsten von Vatikan, bei Versicherungskonzernen und Journalisten. Die Vilmer, deren ganzer Reichtum aus einer riesigen Schutthalde besteht, scheinen all dem hilflos ausgeliefert. Aber sie bringen ihren Widersacher immer wieder ins Grübeln, nicht zuletzt über die Frage, ob Vilmer überhaupt noch Menschen sind…

Die Geschichte

Eins vorweg: Die Geschichte ist in zwei Bücher aufgeteilt, allerdings müssen auf jeden Fall beide Bücher gelesen werden. Denn das erste Buch hört einfach mittendrin auf. Teil zwei schließt die Geschichte dann ab.

Die Geschichte ist recht schnell erklärt: Ein Raumschiff stürzt aus unnatürlichen Gründen einfach ab und landet auf einem Planeten, auf dem es nur regnet. Die wenigen Überlebenden versuchen zunächst Hilfe anzufordern, merken aber schnell, dass sie das nicht können, da sie kein funktionierendes Funkgerät haben. Folglich beginnen sie mit der Erkundung und Besiedelung des Planeten.

Im zweiten Teil erreicht dann ein Rettungskreuzer VILM und versucht eine Evakuierung, die allerdings an den Evakuierten scheitert, denn diese wollen nicht evakuiert werden.

Das Drum-Herum

Die Idee zur Geschichte ist toll. Allerdings hätte man mehr rausholen können. Ich fand, dass die Geschichte viel zu schnell passiert. Eben noch stürzt das Raumschiff ab, dann geht es schon wieder um die Früchte auf VILM. Es fehlt komplett ein zeitlicher Bezug.

In einem Kapitel wird berichtet, wie der einzige Arzt versucht, die Kinder zu retten und im nächsten Kapitel ist eben das Kind, welches gerade noch ein Baby war, der Anführer der VILM-Kinder. Diese hohe Geschindigkeit und das Fehlen einer Hauptperson machen das Verfolgen und Verstehen recht schwer.

Kruschel schafft eine fantasievolle Welt mit abwechslungsreichen Personen und Völkern. Zudem gibt es sehr viele offene Fragen, leider werden die meisten nicht gelöst. Warum, zum Beispiel, kann niemand mehr auf die Erde zurück und warum sind die Brüder der Goldenen Bruderschaft in eine Folie verpackt?

Der Schreibstil von Kruschel ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. Zwischendurch ist er echt gut, aber dann auch wieder sehr plump und unpassend. Hierzu ein Beispiel: Kruschel beschreibt, wie ein Reporter ein VILM-Kind dabei beobachtet, wie es im Regen duscht und dann schreibt er, dass eben dieses Kind einen enormen Steifen hat.
Das passte überhaupt nicht.

Fazit

Ich bin ein wenig enttäuscht und habe mich am Anfang ziemlich gequält. Der zweite Band ist besser, aber er reißt das Ruder nicht herum.

Die Geschichte ist, wie gesagt, gut, aber die Umsetzung nicht. Es sind einfach zu viele offene Fragen und Rätsel. Wenigstens klärt sich, warum die Vilm van der Oosterbrijk abstürzt.
Aber selbst das wirft wieder sehr viele Rätsel auf.

Zwischendurch kommen außerdem oft Parallelen zu Perry Rhodan und seinen Abenteuern, nicht störend, aber auffallend.

Was mir ebenfalls nicht gefallen hat ist die Aufteilung in zwei Bücher. Eigentlich ist VILM nämlich eine zusammenhängende Geschichte, das wird spätestens am Ende von Band 1 deutlich: Der endet nämlich mitten in der Handlung.

Der Preis von 12,95 € pro Buch ist wie so oft bei BuCon Büchern recht hoch.

Grüße
Benni

Mehr…

Titel: VILM – Der Regenplanet
Autor: Karsten Kruschel
ISBN: 9783938065365
Verlag: Wurdack Verlag
Seiten: 219
Preis: 12,95 €
Art: Taschenbuch

Titel: VILM – Die Eingeborenen
Autor: Karsten Kruschel
ISBN: 9783938065549
Verlag: Wurdack Verlag
Seiten: 224
Preis: 12,95 €
Art: Taschenbuch

 

Autor: Benni

Hallo, ich bin Benni und ich blogge hier über verschiedene Themen. Sehr gerne z.B. über Tipps und meine Hobbys außerhalb des Netztes. Wenn euch die Seite gefällt, lasst doch einen Kommentar da :-)

6 Kommentare

  1. Holla Benni!

    …okay, jetzt weiß ich, wovon ich die Finger lassen sollte. Danke für die Warnung? oO“ …die Grundidee klingt an sich wirklich interessant…nur scheint mir so ein wirklicher roter Faden und Personen zum Identifizieren zu fehlen. …das nächste Buch wird besser? ^^“ ….ich hab grad „Erbarmen“ von Adler-Olsen gelesen, was ja schon länger die Bestsellerlisten beherrscht…und bin ziemlich enttäuscht. Ab nicht mal Hälfte des Buches konnte ich sagen worauf es hinausläuft und wie es enden würde und wer der Täter war. Das einzig neue war vielleicht die Art der Folter für die Geisel…aber sonst…*möp*

    Viele Grüße,

    Dat Sal

  2. Der zweite Teil startet ein bisschen besser. Aber er reißt es leider nicht raus. Hier sind beide Teile behandelt…

  3. Hey Henni,

    ich wünsche Dir dennoch viel Spaß mit Band 2.

    @ Sal,
    ich finde die Adler-Olsen Bücher recht spannend. Ein bisschen vorausschaubar ist das zwar, aber es gibt ja doch noch Überraschungen.

    Grüßle
    Hörg

  4. Ich habe beide Bände gelesen… Die Rezi bezieht sich auf beide Bänder… Keiner versteht mich 🙁

  5. @Benni: Ich meinte mit „Das nächste Buch wird besser“, nicht den nächsten Teil dieser Reihe, sondern ganz allgemein das nächste Buch, das du lesen wirst! ^^“ …damit du dich nicht so unverstanden fühlst! *patt patt*

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